Globaler Aktionstag! Verteidigt Kurdistan! (03.07.2021)

+++ Samstag 03.07.2021 +++

wir berichten am Samstag #b0307 ab 18:00 Uhr von der Demonstration 

Globaler Aktionstag! Verteidigt Kurdistan!

Samstag, 03.07.2021 | 18:00 Uhr | Hermannplatz 10967 Berlin
Anreise: U7, U8, Bus M29, M41, 171, 194

Voraussichtliche Route:

  • Hermannplatz
  • Sonnenallee
  • Pannierstraße
  • Wiener Straße
  • Oranienstraße
  • Oranienplatz

Seit über zwei Monaten nun führt der türkische Staat seinen Invasionskrieg auf Südkurdistan (Nordirak). Es ist ein Angriff der sich in einen neoosmanischen Krieg einreiht, mit Erdoğans ausgeschrieben Ziel, das Staatsgebiet der heutigen Türkei auf die Größe des früheren osmanischen Reiches zu erweitern. Aus diesem Grund ist das türkische Militär mittlerweile im Irak, in Syrien, in Armenien, in Nordafrika und im Mittelmeer präsent, agiert dort und versucht dortige Gebiete zu besetzen. Überall werden Militärbasen errichtet und neue Straßen gebaut, wer in die Geschichte schaut wird erkennen, dass wieder der türkische, noch der osmanische Staat jemals an einem Ort Krieg geführt haben und diesen danach verlassen haben. Mit der Kriegsführung des türkischen Staates geht stets die Entvölkerung von Dörfern, eine ethnische Säuberung und ein Ökozid einher.

In Südkurdistan trifft das türkische Militär jedoch auf einen immensen Widerstand der Bevölkerung und der dortigen Selbstverteidigungskräfte. Obwohl die zweitgrößte Armee der NATO auf absolute Unterstützung seiner Bündnispartner zählen kann, seines durch Amerika, die ein Kopfgeld auf drei Mitglieder der kurdischen Befreiungsbewegung gesetzt haben, sei es durch Deutschland, die eine Unmenge an Waffen und militärischer Bildung in den Nahen Osten exportiert, oder sei es durch Italien, wo Erdoğan als Diktator bezeichnet wird, als ein Diktator den Europa bräuchte, können sie kaum Erfolge bezeichnen und müssen im Gegenteil ihre Verluste vertuschen. Sie haben sich durch diesen Krieg in solch eine Krise begeben, dass sie aus Verzweiflung heraus mittlerweile auch auf Giftgas (Aus wessen Produktion? zurückgreifen, Raketen auf Flüchtlingslager, die eigentlich unter dem Schutz der UN stehen, abfeuern und immer häufiger und gezielter auch ZivilistInnen foltern und ermorden.

Die Menschen vor Ort zeigen durch ihren Widerstand ganz klar, dass Erdoğan ein Diktator ist, der nicht gebraucht wird. Sie stellen ganz klar dar, dass dieser Krieg der vom türkischen Staat ausgeht, ein Krieg gegen die Menschlichkeit ist und dass das Ziel weit über die kurdischen Befreiungsbewegung hinausgeht, sondern den Versuch darstellt, die kurdische Bevölkerung einem Genozid zu unterziehen, so wie es im 1. Weltkrieg auch den ArmenierInnen angetan wurde.

Um über diese Gräuel zu berichten und dir Stimmen der Menschen einzufangen, die am empfindlichsten von diesem Krieg getroffen werden, reiste eine Friedensdelegation, bestehend aus Menschen aus 14 europäischen Ländern, in die Region. Obwohl sie mit einer Repression unbekannten Ausmaßes von deutschen Behörden an den Flughäfen, „Sicherheitskräften“ in Südkurdistan und den Geheimdiensten, konfrontiert waren, gelang es ihnen, die internationale Initiative „DEFEND KURDISTAN – Against Turkish Occupation“ auszurufen. Diese erklärte den 03. Juli zum internationalen Aktionstag gegen diesen Krieg. Wir, KurdInnen in der Diaspora, InternationalistInnen, MenschenrechtsaktivistInnen, FeministInnen und DemokratInnen in Berlin, folgen diesem Aufruf und rufen euch dazu auf, mit uns gemeinsam am 03. Juli um 18Uhr am Hermannplatz gemeinsam auf die Straße zu gehen.

Auf diese Angriffe auf die Gesellschaft, werden wir als Gesellschaft antworten. Gegen jeden Genozid, Ökozid und Feminizid. Denn die Angriffe auf die kurdische Bevölkerung und die kurdische Befreiungsbewegung treffen uns alle. Lasst uns gemeinsam die Alternative zum Krieg verteidigen, so wie wir damals Rojava (Nord-Ostsyrien) verteidigt haben. Deswegen sagen wir, für die Freiheit, für das Leben; wir sehen uns alle am 03. Juli auf die Straße. Hoch die internationale Solidarität. Alle zusammen gegen den Faschismus der „Neuen Türkei“!

Quelle…

Die fabelhafte Welt des gemeinschaftlichen Widerstands! (03.07.2021)

+++ Samstag 03.07.2021 +++

wir berichten am Samstag #b0307 ab 15:00 Uhr von der Kundgebung 

Die fabelhafte Welt des gemeinschaftlichen Widerstands!

Samstag, 03.07.2021 | 15:00 Uhr | Mariannenplatz 10997 Berlin
Anreise: U1, U3, U8 Kottbusser Tor Bus 140, 147

Wir sind wütend! Aber diesmal: feierlich wütend!

Harte Zeiten. Viele Projekte in Berlin sind akut bedroht oder suchen ein neues Zuhause.

In Freiburg und Leipzig: Hausdurchsuchungen. Rund um den 1. Mai hat der Staat seine Zähne gezeigt, unsere Demos zerschlagen und Leute verprügelt. Bundesweit und international gibt es immer noch heftige Verfahren. Es sind Genoss*innen im Knast, Prozesse laufen oder stehen an. Gesetze wurden und werden verschärft, um unsere Präsenz auf den Straßen und darüber hinaus besser unter Kontrolle zu kriegen.

Die Pandemie hat gezeigt, dass die Herrschenden unser soziales Miteinander viel stärker ins Visier nehmen als den kapitalistischen Normalzustand.

Der Mietendeckel ist gefallen, Zwangsräumungen finden statt und auch darüber hinaus sind die Perspektiven auf ein gutes wirtschaftliches Auskommen für viele mehr als düster.

Die Liste ist lang und stellt die Frage: Was tun, wenn‘s knallt?

  1. Punkrock (und Musik) hören, uns gegenseitig zuhören, gemeinsam feiern!
  2. Das gute Leben für alle beginnt dann, wenn wir eine gute Zeit
    miteinander haben!

Also: Zusammenkommen und zeigen, dass wir viele sind!

Denn wir wissen, wenn es einzelne trifft, dann sind wir alle gemeint.

Dass wir Ideen haben, wie das gute Leben für alle aussehen könnte und dass wir diese auch umsetzen wollen und werden. Und dass wir den Hindernissen, die uns dabei in den Weg gestellt werden, gemeinsam begegnen. Wir haben besseres
zu tun, als uns einschüchtern zu lassen!

Wir wollen tanzen, quatschen, feiern zusammen! Es wird Live-Mukke gespielt, gelabert, gelesen, gegessen und noch mehr.

Kommt vorbei und macht, was wirklich zählt!

Musikalisches Programm:

Zum Aufruf…

Black Lives Matter Berlin Protest! (02.07.2021)

+++ Freitag 02.07.2021 +++

wir berichten am Freitag #b0207 ab 15:30 Uhr von der Demonstration 

Black Lives Matter Berlin Protest!

Freitag, 02.07.2021 | 15:30 Uhr | Pariser Platz 32 10117 Berlin
Anreise: U5, S1, S2, S25, S26, Bus 100 Brandenburger Tor

Black Lives Matter Berlin Protest!

Voraussichtliche Route:

  • Pariser Platz (Auftaktkundgebung)
  • Unter den Linden
  • Glinkastraße
  • M*****straße
  • Zietenplatz (Zwischenkundgebung)
  • M*****straße
  • Friedrichstraße
  • Rudi-Dutschke-Straße
  • Oranienstraße
  • Oranienplatz (Zwischenkundgebung)
  • Oranienstraße
  • Wienerstraße
  • Spreewaldplatz (Abschlusskundgebung)

Für viele bleibt Black Lives Matter eine einmalige Sensation des letzten Jahres. Doch wir alle wissen, Schwarze Menschen kämpfen schon seit Jahrzehnten für ihre Anerkennung und ihre Rechte, in Deutschland und überall auf der Welt. Unter dem Motto „All Black Lives Matter“ lässt Black Lives Matter Berlin seit 2016 jährlich verschiedene Schwarze Stimmen zu Wort kommen, verschafft ihnen Gehör und vernetzt sie miteinander. Die intersektionale Anerkennung Schwarzer Vielfalt, sowie die daraus resultierenden politischen Forderungen stehen dabei im Vordergrund unserer Arbeit.

So auch in diesem Jahr! BLACK LIVES STILL MATTER! Wir bleiben laut und gehen für unsere Rechte auf die Straße!

Die Demo beginnt 15:30 Uhr auf dem Pariser Platz beim Brandenburger Tor und endet spätestens 22 Uhr auf dem Spreewaldplatz. Mit Stopps am Pariser Platz (Brandenburger Tor), am Zietenplatz (M*****Straße), am Oranienplatz und am Spreewaldplatz in Kreuzberg, wollen wir den Protestmarsch durch insgesamt vier Kundgebungsorte kennzeichnen.

15:30 Uhr: Pariser Platz (Brandenburger Tor)
ca. 17 Uhr: Zietenplatz (M*****Straße)
ca. 19 Uhr: Oranienplatz
ca. 20:30 Uhr: Spreewaldplatz

An jedem Standort entlang des Protestmarschs wird es unterschiedliche Reden und Performances geben. Auch wenn ihr also nicht von Anfang bis Ende dabei sein könnt, kommt sobald wie möglich dazu!

Es wird unter anderem Redebeiträge zu den Themen „Schwarze Geschichte in Deutschland“, „Klimagerechtigkeit”, „Schwarzsein im Gesundheitswesen”, „Black Sex Workers‘ Rights“, „Black Trans Lives“, „Schwarze Geflüchtete“ und „Black Art“ geben.

Außerdem werden uns verschiedenste Künstler*innen und DJ*anes begleiten!

Zum Aufruf…

Solidaritätsaktion für Adil Belakhdim! (30.06.2021)

+++ Mittwoch 30.06.2021 +++

wir berichten am Mittwoch #b3006 ab 18:30 Uhr von der Kundgebung

Solidaritätsaktion für Adil Belakhdim!

Mittwoch, 30.06.2021 | 18:30 Uhr | Maybachufer 32 12047 Berlin
Anreise: U8 Schönleinstraße, Bus 171, 194, M29 Pflügerstraße

Am 18. Juni 2021 wurde der 37jährige Gewerkschafter Adil Belakhdim während des landesweiten Streiks in der Logistikbranche vor dem Lidl Verteilzentrum in Biandrate (bei Novara) getötet.

Gemeinsam mit 25 streikenden Arbeiter_innen blockierte er das Tor zur An- und Auslieferung, als ein LKW-Fahrer mit Vollgas auf den Streikposten zusteuerte, um ihn zu durchbrechen. Zwei Streikende wurden durch den Angriff schwer verletzt, Adil Belakhdilm wurde überfahren und starb an Ort und Stelle.

Mit der Solidaritätsveranstaltung am 30. Juli macht ein Zusammenschluss solidarischer Menschen in Berlin darauf aufmerksam, dass Adil Belakhdim in den Kämpfen weiterlebt.

„Arbeiter_innen dürfen ihr gewerkschaftliches Engagement nicht mit dem Tod bezahlen. Lidl trägt die volle Verantwortung für das, was in seinem Verteilzentrum passiert, auch wenn der LKW Fahrer bei einem Subunternehmen angestellt war. Wir werden die Lidl Kund_innen bitten, aus Solidarität mit Adil Belakhdims Familie und den kämpfenden Belegschaften in der italienischen Logistik ein Zeichen zu setzen und an dem Tag mal woanders einzukaufen“, so eine Sprecherin der Initiative.

Wir rufen alle Berliner_innen auf, zur Veranstaltung zu kommen und ein starkes Zeichen der Wut und Anteilnahme an unsere Genoss_innen nach Italien zu senden.

Der Mord an Belakhdim ist der traurige Höhepunkt einer Welle zunehmend gewalttätiger Angriffe gegen organisierte Arbeiter_innen. So überfiel am 11. Juni eine Gruppe bewaffneter Schäger einen Streikposten bei Fedex in Lodi bei Mailand und schlug einen der Arbeiter krankenhausreif – 10 Minuten stand die Polizei daneben ohne einzugreifen.

Sechs Tage vorher, am 11. Juni, wurde der Streikposten vor Texprint in Prato, wo die Belegschaft seit Januar 2021 unter dem Slogan „5 Tage 8 Stunden“ für legale Arbeitsbedingungen kämpft, ebenfalls von Schlägern angegriffen: drei der Steikenden mussten ins Krankenhaus.

Zu dieser illegalen Repression kommt die staatliche Repression in Form von Hausdurchsuchungen, Platzverweisen, Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, Tränengas, Verbannungen aus dem Heimatort, festnahmen und Vorverurteilungen wegen fingierter Vorwürfe etc. Hier eine Auswahl von Videos dazu: https://de.labournet.tv/videos/si-cobas

Zum Aufruf…

Kündigung & Zwangsräumung können töten! (27.06.2021)

+++ Sonntag 27.06.2021 +++

wir berichten am Sonntag #b2706 ab 17:00 Uhr von der Demonstration

Kündigung & Zwangsräumung können töten!

Sonntag, 27.06.2021 | 17:00 Uhr | Heinrichplatz 10999 Berlin
Anreise: U8, U1, U3 Kottbusser Tor, U1, U3 Görlitzer Bahnhof, M29

Zwangsräumungen sind Mord!

Peter H. hat seine jedenfalls nicht überlebt…

Für eine Stadt in der die Interessen der Einwohner*innen über denen von Spekulanten und „Investoren“ steht!

Zum vollständigen Aufruf…

Voraussichtliche Route:

  • Heinrichplatz (Auftakt)
  • Oranienstraße
  • Görlitzer Bahnhof
  • Wienerstraße
  • Lausitzerstraße
  • Reichenbergerstraße
  • Kottbusser Tor
  • Adalbertstraße
  • Adalbertstaße. 74 (Abschluss)

⚠️ Must read! ⚠️


xbergmatinée II – if the kiez is united! (27.06.2021)

+++ Sonntag 27.06.2021 +++

wir berichten am Sonntag #b2706 ab 14:00 Uhr von der Kundgebung

xbergmatinée II – if the kiez is united!

Sonntag, 27.06.2021 | 14:00 Uhr | Mariannenplatz 10997 Berlin
Anreise: U8, U1, U3 Kottbusser Tor, Bus 140

english below

Seit Jahren verändert sich unsere Nachbarschaft durch Spekulation. Oft trifft es wichtige Orte, die bereits seit Jahrzehnten existieren. Es sind unsere nachbarschaftlichen Orte des Zusammenkommens und der Vernetzung.
 
Nach der Liebig 34, dem Syndikat und der Meuterei sind jetzt die Buchhandlung Kisch & Co. und der Køpi Wagenplatz akut bedroht.
 
Um diese Entwicklung aufzuhalten, braucht es unsere Vernetzung!
 
PROGRAMM:

– live music
– perfomance
– speeches
– Küfa
– Kids Corner 


For years, our neighborhoods have been changing because of real estate speculation. Important places that have been around for decades are vanishing. They are our neighborhoods, places of gathering and networking.

After Liebig 34, Syndikat and Meuterei, now the bookstore Kisch & Co. and Køpi Wagenplatz are threatened.
To stop this, we need to get together!
 
PROGRAM:
– live music
– perfomance
– speeches
– Küfa
– Kids Corner 

Anarchistischer CSD 2021! (26.06.2021)

+++ Samstag 26.06.2021 +++

wir berichten am Samstag #b2606 ab 14:00 Uhr von der Kundgebung 

Anarchistischer CSD 2021!

Samstag, 26.06.2021 | 14:00 Uhr |  Am Friedrichshain, 10249 Berlin
Anreise: Tram M1, M2, M4, 12, 50 Bus 142, 200

Wie immer keine National- und Parteiflaggen. Kein Krieg. Keine autoritären Gruppen.

Gerne starke Transparente und Schilder, laute Parolen, Glitter und Gedöns.

ENGLISH VERSION // VERSION FRANCAISE CI-DESSOUS // ARABIC VERSION

Voraussichtliche Route:

  • Friedenstr./Märchenbrunnen (Auftakt)
  • Friedenstraße
  • Platz der Vereinten Nationen
  • Lichtenberger Str
  • Am Straußberger Platz (ZK)
  • Karl-Marx-Allee
  • Andreasstr.
  • Schillingbrücke (ZK)
  • Engeldamm
  • Adalbertstr
  • Waldemarstr
  • Mariannenplatz (Abschluss)

Anarchistischer CSD Berlin 2021: Aus Wut zerstören, aus Liebe aufbauen

Wir laden Dich am Sonnabend, 26.6., um 14 Uhr zu einer unangepassten, antikommerziellen Demonstration ein, die uns Kraft gibt für zukünftige Kämpfe!

Das erfolgreiche Erkämpfen von Würde und Gerechtigkeit ist das Ergebnis von Revolten und Aufständen gegen Dominanz und Herrschaft. Der Christopher Street Day geht zurück auf einen spontanen Aufstand einer Gruppe queerer schwarzer Menschen und People of Colour, Sexarbeiter*innen und trans Personen mit ihren Freund*innen, mit dem sie sich am 28. Juni 1969 gegen die rassistischen und homo-/transfeindlichen Übergriffe der Polizei wehrten. Es folgte ein dreitägiger Aufstand in der Christopher Street in New York, in deren Folge sich vielerorts Menschen zusammenschlossen und auf die Straße gingen.

Widerstand ist weiterhin relevant in der Covid-19-Pandemie! Er darf nicht von Rechten und Coronaleugner*innen besetzt werden. Corona wirkt wie ein Brennglas für die sozialen Widersprüche: immer mehr Menschen werden in die Armut und ins Abseits gedrängt, während die Kassen der Großkonzerne klingeln. Die soziale Kontrolle und Überwachung nimmt zu und neue Ausbeutungsformen werden etabliert. Dem Protest dagegen wird unter dem Vorwand von Coronamaßnahmen die Luft abgeschnitten. Die Privilegierten gewinnen und die sowieso schon Marginalisierten verlieren weiter an sozialem Halt. Die Isolationsmaßnahmen und die Ausbeutung der Pflege- und Arbeitskraft gehen an die Substanz für alle. Wir sollen uns alle persönlich einschränken, aber unsere Arbeitskraft wird gerne voll und ganz in Anspruch genommen. Jeder Mensch kann deutlich sehen: Die Maxime ist nicht das Wohlergehen der Menschen, sondern das ungestörte Weiterfunktionieren der kapitalistischen Strukturen.

Wenn auch nur ein Mensch auf der Welt unterdrückt bleibt, so bist auch Du nicht frei!

Die Unterdrückung von queeren Menschen zeigt sich nicht nur auf den Straßen der Stadt! Schon vor der Pandemie kam es zu queerfeindlichen Angriffen. Diese Situation hat sich durch die staatlich auferlegten sozialen Pandemieeinschränkungen verstärkt! Je nach sozialer Position haben Gewalt und Diskriminierung aufgrund des Genders und/oder der Begehrensweise sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich zugenommen. Zugleich werden Rückzugsräume durch eine aggressive Wohnungspolitik zugunsten der Besitzenden immer knapper. Auf der Arbeit geraten viele unter Druck, sich anzupassen.

Seid dabei, wenn wir unsere Solidarität mit den Angegriffenen, Unterdrückten und Ausgebeuteten demonstrieren! Wir beginnen den ACSD 2021 am Volkspark Friedrichshain, weil es hier in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen queere Menschen kam. Zu den gewalttätigen Übergriffen kommt hinzu, dass das Kapital mit Hilfe des Staates die Ausgrenzung weiter vorantreibt und einen Krieg gegen die Menschen führt zugunsten einer Politik der Gentrifizierung, sprich der Bildung von Wohneigentum und Immobilienspekulation. Er richtet sich gegen ökonomisch marginalisierte Menschen, die sich Wohnen nicht mehr leisten können. Dieser Krieg richtet sich auch systematisch gegen selbstverwaltete Räume und Strukturen, wie das Jugendzentrum Potse oder Widerstandsnester wie das queerfeministische Hausprojekt L34. Wir erleben den Umbau und die Modernisierung der neoliberalen Demokratie, in der uns Grundrechte als Privilegien verkauft werden. Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die von Zwangsräumung bedroht sind und sich keine Wohnung mehr leisten können sowie mit bedrohten und geräumten autonomen und linksradikalen Projekten. Die Demoroute führt deshalb von Friedrichshain nach Kreuzberg und passiert einige dieser Orte – manche nur noch eine Erinnerung, andere scheiße lebendig.

Wir wollen, dass der Anarchistische CSD ein Raum ist, in dem die unterschiedlichen Stimmen derjenigen hörbar werden, die einen antiautoritären Kampf für Selbstbestimmung führen wollen. Es geht um Unterstützung und gelebte Solidarität, frei von Überlegenheitsdenken, kolonialistischen, patriarchalen und nationalistischen Ideologien.

Egal von welchen Zuschreibungen Du betroffen bist, gegen welche Macht und Herrschaftsverhältnisse Du Dich täglich behaupten musst, egal ob Du einen deutschen Pass hast, einen anderen oder keinen! Egal welches Gender, welche Hautfarbe, welches Aussehen! Ob Du behindert wirst, migrantisiert bist, ob Du jüdisch oder muslimisch bist oder so wahrgenommen wirst, ob Du arabisch sprichst oder hebräisch oder beides – Lass uns zusammenkommen für einen gemeinsamen, intersektionalen und grenzenlosen Kampf gegen Staat(en), Eliten und Regierungen!

Wir laden alle Queers ein, die sich mit diesen Zielen und Werten identifizieren, mit uns zu demonstrieren und sich dem Kampf gegen die Unterdrückung durch dieses kapitalistische, rassistische, koloniale und patriarchale Cistem anzuschließen.

Geh’ mit uns auf die Straße!

Aus Wut zerstören, aus Liebe aufbauen

26.6.2021, 14 Uhr: Startpunkt: Friedensstraße/Märchenbrunnen

Wie immer keine National- und Parteiflaggen. Kein Krieg. Keine autoritären Gruppen. Gerne starke Transparente und Schilder, laute Parolen, Glitter und Gedöns.

SPD ermöglicht Parteitag der AfD – Deshalb Wutkundgebung vor der Berliner SPD-Zentrale (23.06.2021)

+++ Mittwoch 23.06.2021 +++

wir berichten am Mittwoch #b2306  ab ca. 16:30 Uhr von der Kundgebung 

SPD ermöglicht Parteitag der AfD – Deshalb Wutkundgebung vor der Berliner SPD-Zentrale!

Mittwoch, 23.06.2021 | 16:30 Uhr |  Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Anreise: U6, S41, S42, S46 Wedding Bus 120, 147

Alle zusammen gegen den Faschismus!

Wir stellen fest, ein Teil der SPD hat vergessen, worum es in Zeiten erstarkender rechter Kräfte in der Gesellschaft geht! Wir müssen sie daran erinnern: Keine Zusammenarbeit mit dem neuen Faschismus! Keine Repression gegen Antifaschist:innen! Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen wir zur Kundgebung vor der Berliner SPD-Zentrale auf.

Was ist geschehen?

Die völkische AfD brauchte einen Raum für ihren Landesparteitag. Fast zwei Jahre lang konnten antifaschistische Proteste den Parteitag verhindern. Dann fragte die AfD bei der landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM an und bekam sofort ein Grundstück in Biesdorf vermietet. Die BIM untersteht der Senatsverwaltung für Finanzen und damit dem SPD-Finanzsenator Matthias Kollatz. Er hätte der AfD nicht vermieten müssen, tat es aber trotzdem. Dagegen protestieren wir!

Während der Parteitage am 5./6. und 12./13.Juni ließ sich die AfD von „German Security“ bewachen. Die Firma verfügt über Verbindungen zur militanten Neonazi-Szene. Deshalb hat die Brandenburger Polizei bereits jede Zusammenarbeit mit dem Unternehmen gekündigt. Die Berliner Polizei unter dem SPD-Innensenator Andreas Geisel arbeitete während des Parteitages eng mit den Nazi-Securitys zusammen. Auch sonst ließ sich die Polizei zum Instrument der AfD machen. Sie schikanierte Journalist:innen vor Ort und unternahm fast nichts, als diese von AfD-Mitgliedern angefeindet wurden. Dagegen protestieren wir!

Es gab an beiden Wochenenden antifaschistische Proteste gegen den Berliner AfD Landesparteitag. Am 06. Juni tauchte der SPD-Innenpolitiker Tom Schreiber am Rande der Gegenkundgebungen auf. Allerdings wollte er kein Zeichen gegen die AfD setzen, sondern hospitierte bei der Polizei-Hundertschaft. Als er von Teilnehmenden auf seine anti-linke Politik angesprochen wurde, ließ Schreiber willkürlich Personen wegen vermeintlicher Beleidigungen festnehmen. Dabei prügelte die Polizei mehrere Menschen krankenhausreif. Dagegen protestieren wir!

Auf die Straße!

Während der neue Faschismus in Gestalt der AfD erstarkt, gibt SPD-Senator Matthias Kollatz ihm Räume, lässt ihn beschützen und „seine“ Polizei schützt die Pressefreiheit nicht! Der SPD-Abgeordneter Tom Schreiber stellt sich dann noch gegen den antifaschistischen Protest. Dagegen protestieren wir!

Wir fordern:

  1. Der derzeitige von der SPD geführte Berliner Senat muss umgehend dafür Sorge tragen, dass die BIM keine Räume und Flächen mehr an die AfD vermietet. Die Partei nutzt diese Orte nur, um Neonazis zu unterstützen und demokratische Freiheiten aktiv einzuschränken.
  2. Die Berliner Polizei unter Innensenator Geisel muss sich deutlich von „German Security“ distanzieren und jede Zusammenarbeit mit dem Neonazi-Unternehmen einstellen.
  3. Tom Schreiber muss seine Anzeigen gegen die Teilnehmenden der Gegenkundgebung sofort zurücknehmen!

Zum Aufruf…

Solidarische Prozessbegleitung Amtsgericht Tiergarten #noFundis – #TuMalWat – #Liebig34lebt (22.06.2021)

+++ Dienstag 22.06.2021 +++

wir berichten am Dienstag #b2206 ab 10:00 Uhr von

„Solidarische Prozessbegleitung Amtsgericht Tiergarten #noFundis#TuMalWat#Liebig34lebt!“

Dienstag, 22.06.2021 | ab 10:00 Uhr | Turmstraße 91 10559 Berlin
Anreise: U9 Turmstraße, Bus 123, 187

Der nächste Prozess wegen der Blockade des Marsch für das Leben 2019 steht an. Kommt vorbei und unterstützt die Kundgebung! Di 22.06., 10h Turmstr.91

#b2206 #nofundis

Dienstag, 22.06.2021 | 10:00 Uhr | Turmstraße 91 10559 Berlin
Anreise: U9 Turmstraße, Bus 123, 187

Unterstützt die Genoss_innen mit uns bei ihren Gerichtsterminen!

Dienstag, 22.6.2021 um 10:00 und Donnerstag, 01.07.2021 um 11:00 Amtsgericht Tiergarten!

Update!

The trial of the 34 comrade has been last minute postponed until September. They forgot to invite the witnesses.. 3 trials against leftists in one day were probably to much for them! Anyways: Come to the court to support the #whatthefuck and #TuMalWat trials!

#b2206 #Liebig34lebt!

Infos & Aufruf…

Dienstag, 22.06.2021 | 13:00 Uhr | Turmstraße 91 10559 Berlin
Anreise: U9 Turmstraße, Bus 123, 187

#b2206 #TuMalWat 

Letzten Donnerstag gab es ein Prozess zu den #TuMalWat Aktionstagen. Ein 2. Prozesstag ist für den 22.06. um 13 Uhr im Saal 671 angesetzt. Seid solidarisch & kommt vorbei!

Hier folgt ein Bericht des ersten Prozesstages: Infos…

Der Vorwurf lautet Hausfriedensbruch, schwerer Widerstand und gemeinschädliche Sachbeschädigung im zuge einer Hausbesetzung in der Landsberger Allee im Jahr 2019. Aktivist*innen wollten einen Schutzraum für FLINTA* erkämpfen, doch wurden brutal geräumt.

Zitate des Tages waren: “Wir wendeten Schmerzreize und Druckpunkte an damit sich die Menschen freiwillig lösen.” Weiterhin erläuterte der Gewalttäter die Aktivist*innen hätten sich sehr schwer gemacht…

… Auf die Frage hin wieviel Kilogramm mehr er wiegen würde wenn er sich schwer macht, kam die brilliante Antwort: “Viele! Aber so genau kann ich das auch nicht sagen (…)”.

Kommt zum 2. Prozesstag.