🔥Der Preis ist heiß!🔥(23.09.2022)

+++ Freitag 23.09.2022 +++

wir berichten am Freitag #b2309 ab 18:00 Uhr von der Demonstration

🔥Der Preis ist heiß!🔥

Freitag, 23.09.2022 | 18:00 Uhr | Kottbusser Tor 10999 Berlin

Anreise: U1, U3, U8, U12, Bus 140 Kottbusser Tor | M29 Adalbert Ecke Oranienstraße

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🗺️ Voraussichtliche Route:

  • Adalbertstraße 2
  • Adalbertstraße
  • Kottbusser Tor
  • Skalitzer Straße
  • Wiener Straße
  • Ohlauer Straße
  • Ohlauer Straße 20 (Zwischenkundgebung Gerhart-Hauptmann-Schule)
  • Ohlauer Straße
  • Reichenberger Straße
  • Reichenberger Straße 58 (Zwischenkundgebung)
  • Reichenberger Straße
  • Kottbusser Tor (Zwischenkundgebung unter der Hochbahn)
  • Kottbusser Tor
  • Adalbertstraße
  • Oranienstraße
  • Rio-Reiser-Platz (Zwischenkundgebung)
  • Mariannenstraße
  • Mariannenplatz
  • Rondell Mariannenplatz

Die aktuelle Inflationskrise ist lediglich die letzte in einer langen Reihe derartiger Krisen, welche sich über die gesamte Zeitspanne des kapitalistischen System erstreckt. Krisen sind im Kapitalismus nicht einfach Resultat von Misswirtschaft oder gar eine unglückliche Nebenwirkung von Krieg oder Naturkatastrophen, sondern einem von gnadenloser Profitgier getriebenen System angeboren. Staaten deklarieren derartige Krisen nicht mit dem Zweck diese in Zukunft zu vermeiden, sondern sie wollen sie verwalten um das kapitalistische Ausbeutungsmodell umzustrukturieren und modernisieren. Die Aspekte dieser Krise spiegeln die Facetten anderer gesellschaftlicher Brennpunkte wieder (Gesundheitswesen, Energie, Wohnungen & Mieten).

Es gibt eine Vielfalt an Faktoren die zu der aktuellen Inflationskrise beigetragen haben. Wie jede weitere Krise des kapitalistischen Systems, wird auch diese von menschlichen Entscheidungen bestimmt. Als Konsequenz der Covid-19 Pandemie und der Reaktionen auf diese begann der Preisanstieg im Frühjahr 2021. Jahrzehnte bewusster Einsparungen und Privatisierungen offenbarten ein abgemagertes Gesundheitssystem, welches durch fehlende Kapazitäten die Pandemie verheerend verschärfte. Die staatliche Verwaltung der Pandemie verursachte die Unterbrechung globaler Lieferketten, führte zu Lieferengpässen und Warenmangel. Putins Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar diesen Jahres strapazierte die globalen Lieferketten weiter, als Ressourcen durch Russland, die Ukraine und NATO abgezweigt und im Krieg verpulvert wurden. Die EU verhängte Sanktionen gegen Russland, mitsamt eines Einfuhrverbot russischen Erdöl. Darauf antwortete Russland mit dem effektiven Ende der Erdgas Zufuhr in die EU. Diese Entscheidungen führten zu einem drastischen Anstieg der Energiepreise, was wiederum steigende Produktionskosten nach sich trägt. Verstärkt wurden diese Prozesse durch Wucher und Spekulation an den Kapitalmärkten. Die Kosten dieser Machtspiele und Profitgier spüren wir als Umlagen in explodierenden Grundpreisen unserer lebensnotwendigen Bedarfsgüter.

Krisen sind extrem intensive und gewaltsame Perioden gesellschaftlicher Konflikte und inner-kapitalistischen Wettkampfes. Heute, wie wir in Mitten der jüngsten kapitalistischen Krise stehen, zeigt sich wie Krisen und ihre begleitenden Ausnahmezustände und Widersprüche immer langwieriger, zu einer neuen Normalität werden, einem Dauerzustand. Dies begünstigt Kapitalist*innen, die entwertete Anlagen und Güter der Konkurrenz anhäufen können, oder Staatsregierungen, die mit der Krise die Ausbreitung und Erneuerung der Apparate sozialer Kontrolle und Überwachung rechtfertigen. Wir tragen das Leid während dieser Krisen. Wir sind es derer Leben und Freiheiten weiter eingeschränkt werden, und denen es abverlangt wird zu sparen um die Profite der Kapitalisten und ihrer Verwalter zu garantieren.

Diesen Status Quo akzeptieren wir nicht. Weder, dass wir den Verfall unserer Lebensqualität ertragen und der Entwicklung dieser Krise tatenlos zusehen sollen. Wir sind in der offenen Versammlung “Der Preis ist heiss” in der Erkenntnis zusammengekommen, dass diese Wirtschaftskrise, wie die ihr vorhergegangenen, aus der kalten Profitlogik des Kapital resultiert, mit der unsere Grundbedürfnisse regelmäßig in hoch profitable Geschäfte verwandelt werden. Inflation ist nur ein weiterer Prozess mit dem die Mehrheit für die Taten der Reichen aufkommt. Wir sind nicht nur gegen die Preissteigerung, wir sind gegen alle Preise, gegen das kapitalistische System und jegliche Unterdrücker die uns ausbeuten und beherrschen wollen.

Unsere offene Versammlung ist eine Abstimmung von Individuen und organisierter Gruppen die in öffentlicher Ankündigung zusammengefunden haben und die durch die Lebensunterhaltkosten-Krise aufgezeigten Probleme von einem anti-autoritären Standpunkt adressieren wollen. Offene Versammlungen sind ein wichtiges Mittel in Krisenzeiten. Sie ermöglichen Menschen schnell zusammen zu kommen, Ideen zu teilen und sich selbst den Ansprüchen des Moment entsprechend zu organisieren. Sie verhindern auch, dass unsere Kämpfe von isolierten Gruppen ausgetragen werden.

Die Ziele unserer Versammlung ergeben sich aus horizontalen und kollektiven Absichten. Wir wollen einen zugänglichen, offenen Ort der Zusammenkunft erschaffen, in dem sich Menschen organisieren und lokale Aktionen koordinieren können.

Wir wollen uns ohne die Einflussnahme von politischen Parteien oder Institutionen des Staat organisieren, da diese den Raum unseres Diskurses und unseres politischen Handelns eingrenzen und kontrollieren können.

Wir organisieren uns in Opposition zum rechten Spektrum, allerdings wollen wir unsere eigene Analyse entwickeln, anstatt mehr Aufmerksamkeit auf die Ideen unserer Feinde zu lenken.

Wir sind anti-militaristisch, da wir in jedem Krieg die Dynamiken skrupellosen Wettbewerbs und brutaler Ausbeutung jeder kapitalistischen Krise widergespiegelt sehen.

Wir wollen bereits existierende selbst-organisierte solidarische Strukturen und Netzwerke in unserer Stadt stärken und uns mit den Kämpfen in weiteren Städten und anderen Territorien des Konflikts vernetzen.

Durch eine Organisationsform die unsere individuellen Perspektiven, Verlangen, und eigenmächtige Taten berücksichtigt, liefern wir solidarische Antworten und einen Gegenangriff auf die Herrschaftsverhältnisse welche die Grundlage von Inflation und den Krisen des kapitalistischen System bilden.

23.09 Kotti : 18:00 Kundgebung, 19:00 Demo
Öffentliche Versammlung: 25.09, 14:00 im NewYorck Bethanien